[ 1 ] SEO ist für "Cheater" (Betrüger)!
Zugegeben, nicht viele Leute denken so. Überraschend ist dennoch die Anzahl, die so denkt!! Vor zehn Jahren waren Suchmaschinen längst nicht so smart wie heute. Und nicht wenige Leute benutzten einen relativ einfachen Trick, um Suchmaschinen zu überlisten - also um "sehr weit oben" gelistet zu werden. Das war der eigentliche Grund, warum Suchmaschinen smarter werden mussten. Die Spammer mit ihren sinnlosen Eintragungen reagierten daraufhin mit besseren Techniken, die Suchmaschinen wiederum und so setzte sich dieser "Kampf" unentwegt - bis heute noch - fort. Leider führte dies zu dem Umstand, dass die Spammer im Mittelpunkt der Arbeiten der Suchmaschinen standen - und eben nicht die Leute, die mit großartigem Content im Web Aufmerksamkeit brachten.
Während dieser "Evolution" der Suchmaschinen wurden die Grundlagen einer Site enorm wichtig.
Für die meisten Suchmaschinenoptimierer bedeutet SEO nun das Schaffen hervorragender Inhalte oder Produkte, die Anwendung der richtigen, gut beratenden und ethischen Techniken sowie das Erreichen der richtigen Zielgruppe.
Aufgrund der nun sehr hohen Qualität der Spam-Erkennung durch die Suchmaschine, sind diese "Cheater" von einst nun auch dazu gezwungen, besseren Content zu erschaffen. Doch eben auch die Profis der Suchmaschinenoptimierung müssen stets ihr Augenmerk auf sich nicht wiederholenden Content legen ...
[ 2 ] Page Rank ist wichtig
Der Page Rank (PR) ist eine Skala von 0 - 10, die Google über Attribute einer Website vergibt. 0 ist hierbei für neue oder die klassischen Spamseiten - die höheren Zahlen stellen vertrauenswürdige Standorte, Inhalte und Informationen dar. Über die Jahre nun, die Google diese PR anbietet, sind die Menschen 'besessen' davon geworden - man müsse doch unbedingt deutlich nach oben. Häufig behaupten SEO Profis auch, dass man sich nicht einmal die Mühe gemacht hat, den PR zu suchen. Es ist ein weitgehend irreführender Faktor, der wichtig war ... mal ... aber aktuell sind die User skeptisch, wieviel Verlass nun wirklich auf den grünen Balken ist.
Bei der Überprüfung einer Website-Stärke ist es wahrscheinlich OK, um PR als einen Faktor in die Messung der Qualität zu verwenden. In der Regel ist die Überprüfung "Qualität/Quantität der Backlinks" (Websites, die auf eine Seite verlinken) ein besseres Indiz dafür, wie hoch diese Website von den Suchmaschinen angesehen werden könnte.
[ 3 ] "nofollow"-Links
Die Menschen sind besessen von "nofollow"-Links. Für diejenigen, die nicht mit diesem Konzept vertraut sind:
Vor einiger Zeit hat Google ein Format für Links eingeführt, welches wie folgt ausschaut:
<a href="#" rel="nofollow">Text User Sees</a>
Das bedeutet: Wenn der Google-Crawler (das Script, was den Inhalt einer Website bei Besuch mitnimmt) über diesen Link eine verknüpfte, externe Website vorfindet, wäre es nicht berechtigt, die Stärke der verlinkenden Website an den Link weiterzugeben. Denn dies passierte zwangsläufig! Webmaster überall auf der Welt setzten die Links externer Seiten auf "nofollow", da man von deren Seite nämlich auch einen regulären "follow" wollte - aus Angst, man würde eigene Website-Stärke verlieren.
Aber da liegt ein unanständiger Denkfehler vor, denn auf "nofollow"-Links zu verzichten, ist falsch! Begründung ...
a) Andere Suchmaschinen wie bing.com und ask.com ignorieren "nofollow" grundsätzlich.
b) In der SEO-Community ist es weit verbreitet, dass Google selbst auf die "nofollow"-Links achtet.
In der eigenen Praxis hat sich dies bestätigt! So macht man sich als Webmaster verdächtigt, wenn man grundsätzlich nur "follow"-Links zu anderen Seiten hat und man läuft daher auch Gefahr, im SERP "bestraft" zu werden. Demnach enthält eine natürlich aussehende Reihe von Links einige "nofollow" und einige reguläre "follow" Verbindungen.
[ 4 ] Externe Verlinkung
Aufgrund von Punkt 3 denken viele Webmaster, man würde Link-Stärke verlieren, wenn mehrere Seiten verlinkt werden (Link-Stärke meint die Art, wieviel Gewichtung ein externer Link hat).
Ebenfalls glaubt man, man solle innerhalb der eigenen Seite verlinken, um die eigene Seite zu stärken - eher, als externe Links zu setzen und so Stärke abzugeben.
Aber denkt dran: Kein Mensch und keine Website ist eine Insel - und sogar für eine Suchmaschine sieht es ungewöhnlich aus, wenn gar keine externen Links zu finden sind.
Empfehlung: Webmaster sollten ihre Seite mit vertrauenswürdigen anderen Seiten verknüpfen, die zum gleichen Thema passen. Dies schickt der Suchmaschine automatisch ein Art "vertrauenswürdiges Signal".
Intelligentes Verlinken hilft der Seite übrigens, natürlicher und vertrauenswürdiger in den Abwicklungen der Suchmaschinen zu erscheinen.
[5] Social Media Links
"Social Media" (Twitter, Facebook, ...) ist ein zweischneidiges Schwert! Links werden "re-tweeted" und "re-posted" auf verschiedenen Seiten und erhalten erhöhte Aufmerksamkeit von den Suchmaschinen, da man bei den Suchmaschinen verstanden hat, dass diese Links für die User aktuell wichtig und populär sind.
Auf der anderen Seite wissen die Suchmaschinen aber auch, dass "Social Media" voll mit Spam, Spezialisierungen von Marketing-Agenturen und kreativer Werbung und deren Technik sind.
Letztendlich wurde "Social Media" ein Faktor in den Suchergebnissen. Und aus genau dem genannten Grund (Spam) wurde ihnen eine höhere Fehlertoleranz bei verdächtigen, "viel zu vielen" Aktivitäten gegeben, da dies nicht realistisch sein kann. Fordere das Glück also nicht heraus ...
Nach neuesten Meldungen sollen die Suchmaschinen aber schon durchaus in der Lage sein, einen Spam-Account von einem regulär geführten Nutzer unterscheiden zu können. Die Gewichtung hat sich dadurch nach oben korrigiert, doch ist zu achtsamem Umgang geraten.
[ 6 ] SEO ist Spam und ruiniert das Web
Suchmaschinenoptimierer, wie Public Projects oder unser Partner Maximusweb, verwenden eine Reihe von Techniken, die von einigen als Spam betrachtet werden könnte.
Solche Praktiken, dass alle Seiten miteinander verbunden sind, haben SEO im Laufe der letzten Jahre unberechtigt einen schlechten Namen gegeben.
Aber SEO ist auch im Internet eben besser und wirksamer. Wir schaffen viele Links, die das Web vereinen und bringen verwandte Inhalte näher zusammen, wodurch Surfen leichter wird.
Weiterhin erhöhen sich natürlich dadurch die Chancen von Menschen, die diesen Content wirklich suchen, gefunden zu werden.
Natürlich kann man sagen, dass SEO auch mitverantwortlich ist für Spam oder schlechte(re) Suchergebnisse. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass wir nur mit Hilfe von SEO
tatsächlich das im Internet finden können, was uns interessiert. Dies sollten wir eigentlich zu schätzen wissen, denn nicht jede SEO hat Spam als Ziel!
[ 7 ] Bezahlen für Link-Verzeichnisse (u. a. Link-Kataloge)
Über die Jahre hat das Bezahlen für Eintragungen in Verzeichnissen an Popularität verloren. Im Mai 2010 änderte Google den Algorithmus dahingehend dann auch noch, dass solche Seiten, die dafür bezahlt haben, erkannt wurden.
Selbst wenn Leute dafür bezahlen, verstehen einige wenige nur, welchen Wert sie tatsächlich nur bekommen. Damit sollte jetzt Schluss sein - hier und jetzt!
Das beste Verzeichnis, um Geld zu investieren, ist Yahoo - und danach fällt die Qualität rapide ab. Mit einer großen und etablierten Seite wird nicht einmal Yahoo
in einem erkennbaren Maße nochmal für einen Schub sorgen können. Aber wenn die Seite klein oder noch jung ist und eben dieser kleine extra Schub benötigt wird, ist Yahoo
vielleicht genau das, was erforderlich ist. Die Investition in andere, weitere Verzeichnisse wird nicht empfohlen.
[ 8 ] Gegenseitige ("reciprocal") Verlinkung ist gefährlich
Das Prinzip reziproker Verlinkung ist vorab schnell erklärt: Wer aufgrund Suchmaschinenoptimierung Links seiner Internetseite mit einem anderen Webmaster tauscht, hat hierzu variable Möglichkeiten. Die bekannteste (und einfachste) ist, einen Link auf die Seite des Tauschpartners zu setzen und dieser platziert ebenfalls einen Link zu Ihnen auf seiner Seite. Vereinfacht: Seite A verlinkt auf Seite B, Seite B auf Seite A.
Fakt ist, dass themenverwandte Seiten sich sehr wohl und sehr häufig untereinander verlinken - auch völlig ungefragt oder ohne Linktausch. Darunter befinden sich aber auch sehr viele alte Internetseiten. Diese sind seit Jahren in der Suchergebnissen mehr als sehr gut platziert – trotz primär reziproker Verlinkung. Insbesondere das Mitmach-Web (Weblogs) ist ein automatisierter Freund reziproker Verlinkung: die Trackback-Funktion. Und trotz dieses Umstandes platzieren sich Blogs in SERPs so gut wie kaum eine andere Form der Internetpräsenz.
Als Faustregel gilt: Übertreiben Sie es nicht! Generieren Sie zu viele reziproke Links, schlägt der Google Filter an und Ihre Seite hat an dieser Stelle Rankingpotential verloren.
[ 9 ] Sie wissen immer, wer Sie verlinkt!
Egal wieviele Tools jemand benutzt, um die Seiten zu zeigen, die die eigene Seiten verlinken: jedes Tool zeigt andere Ergebnisse! Manche Daten werden sich immer überschneiden, andere werden nur von verschiedenen Tools gezeigt.
Denn jeder Backlink-Crawler benutzt einen eigenen Algorithmus und findet die verschiedenen Seiten in verschiedenen Teilen des Internets. Um also einen kleinen Überblick zu bekommen, wer alles auf Sie verlinkt, verwenden Sie immer mehr als ein Tool! Letztendlich kann es aber immer sein, dass Links verloren gehen, nicht indiziert werden und damit niemals in Ihrem gewählten Tool auftauchen.
[ 10 ] Es bedarf sechs Monate für eine SEO-Kampagne!
Das hört man häufig - und in vielen Situationen ist dies korrekt. Zunächst muss man Content erstellen, dann müssen die Suchmaschinen diesen neuen Content aufnehmen und indexieren und dann wollen sinnvolle Links aus verschiedenen Teilen des Internets erstellt werden.
Dann benötigt es Zeit um Daten zu analysieren und den Erfolg der Kampagne einzustufen. Also ja, auf diese Weise kann es Monate dauern.
Bei schwierigen Suchwörtern (bspw. 1-Term-Schlüsselworten; namentlich "money keywords" [bspw. "Versicherungsvergleich", "lastminute", ...]) benötigt man Qualität und Quantität von Backlinks, um ein gutes Ranking generieren zu können. Hüten Sie sich davor, hunderte qualitative Backlinks in der frühen Anfangsphase zu kaufen oder zu tauschen! Sonst laufen Sie Gefahr, dass Google das Link-Wachstum als "unnatürlich" ansieht und Sie in die "Sandbox" verbannt oder in den SERPs deutlich zurücksetzt. Hochwertige Backlinks müssen im Lauf der Optimierung über Monate hinweg - je nach Stärke des Keywords - unregelmäßig erstellt werden, um einen möglichst natürlichen Eindruck bei Google zu erzeugen.
Bleiben Sie bei Ihrer Wahl der Suchterme realistisch! Wer zum Beispiel in Berlin eine Fahrschule betreibt, für den ist ein vernünftiges Ziel mit der Suchkombination
aus "Fahrschule Berlin" oder "Berlin Fahrschule" gefunden zu werden. Für "Fahrschule" allein, und dann ein Top 10 Ranking zu erwarten, ist nicht nur so gut wie unmöglich (und teuer!), sondern absolut sinnlos. Denn würden Sie als Oldenburger für Ihren Führerschein nach Berlin fahren? Eher nicht.

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23. Februar 2012